FAKTEN ÜBER NEPAL

Länder Nepal Colombo3_01
  • Hauptstadt: Kathmandu
  • Fläche: 147.181 km²
  • Einwohnerzahl: 29.187.000
  • Durchschnittsalter: 21,6 Jahre
  • Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 33 %
  • Unterernährung: 17,3 %

Nepal Land der Sehnsüchte und zugleich einer der ärmsten Orte auf dem Planeten. Eingebettet zwischen China und Indien lockt Nepal Bergsteiger, Abenteurer und Sinnsucher aus allen Nationen. Eine Welt deren Spiritualität und unberührte Natur eine nahezu magische Faszination ausüben. Aber auch ein Land welches durch seine bewegte Geschichte, durch Korruption sowie die finanzielle Misere eines erheblichen Teils seiner Bevölkerung, Besorgnis hervorruft.

 

Der Binnenstaat, der erst im Jahr 2008 nach blutigem Bürgerkrieg und internationalem Druck zur Republik avancierte, ist etwa so groß die Schweiz und Österreich zusammen. Nepal ist das zweit höchst gelegene Land der Welt. Der Norden des Landes wird von den südlichen Ausläufern des Himalaya geprägt. Allein auf dem nepalesischen Staatsgebiet befinden sich acht Achtausender, von denen der höchste Berg der Welt der Mount Everest mit 8.848 Meter der bekannteste Vertreter ist.

GESCHICHTE UND KULTUR 

Die etwas mehr als 29 Millionen Einwohner Nepals entstammen mehr als 100 verschiedenen ethnischen Gruppen und Kasten. Es werden über 120 Sprachen und Dialekte gesprochen, wobei die Amtssprache Nepali, die mit dem indischen Hindi eng verwandt ist von ca. 45 Prozent der Nepalesen als Muttersprache beherrscht wird. Eine der großen Herausforderungen Nepals ist die sehr hohe Analphabetenrate von über 54 Prozent. Damit korrespondieren, wie es für ein Entwicklungsland typisch ist, niedrige Beschäftigungsquoten im industriellen und Dienstleistungssektor mit einem hohen Erwerbstätigkeitsgrad von ca. 70 Prozent in der Landwirtschaft. Das durchschnittliche Erwerbseinkommen pro Person beträgt monatlich lediglich ca. 54 US-Dollar.

 

Der langjährige Bürgerkrieg hat die Entwicklung des Landes massiv behindert. Obwohl bereits 2006 ein Friedensprozess eingeleitet wurde, haben sich die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft bisher nur wenig verbessert. In den vergangenen Jahren hat Nepal zwar deutliche Fortschritte in der Armutsbekämpfung erzielt. Doch die schweren Erdbeben im April und Mai 2015 haben das Land erheblich zurückgeworfen: Mindestens 700.000 Menschen wurden durch die Naturkatastrophe zusätzlich in Armut gestürzt. Besonders betroffen sind Frauen, Kinder und Angehörige von Minderheiten sowie traditionell benachteiligte Gruppen wie die Dalits. Diese sogenannten Unberührbaren machen rund 20 Prozent der Bevölkerung aus.

 

Über 80 Prozent der Bevölkerung sind Angehörige des Hinduismus. Buddhisten machen etwa 10 Prozent der Einwohner Nepals aus. Von den kleineren religiösen Minderheiten zählen Muslime mit etwa 4,5 Prozent zu den größeren Religionsgemeinschaften.

Der Buddhismus erhielt im 6. Jahrhundert v.Chr. Einzug in das Land in Gestalt des im südnepalesischen Lumbini geborenen Siddharta Gautama, dem Begründer des Buddhismus. Nachdem der Buddha die Erleuchtung erlangt hatte reiste er als Verkünder der Lehre der „vier edlen Wahrheiten“ durch das Land. Nach seinem Tode um 483 v.Chr. im indischen Kushinagar verbreiteten Anhänger seine Botschaft weiter. Der Buddhismus geriet jedoch gegen 200 n. Chr. in Vergessenheit und wurde durch den Hinduismus ersetzt, der aus Nordindien einzog. Trotz dessen sind einige der Lehren Buddhas nicht nur in der buddhistischen Praxis lebendig geblieben.

 

Der nepalesische Hinduismus sowie der Buddhismus haben sich im Laufe der Zeit eng miteinander verflochten. So stehen Hinduistische und Buddhistische Tempel und Kulturstätten nicht nur häufig nebeneinander. Vielmehr werden einige der Hauptheiligtümer des Landes von beiden Religionsgemeinschaften aufgesucht und oft auch ein und dieselbe Gottheit von Anhängern beider Religionen verehrt. So erklärt es sich, dass sich bereits früh am Morgen oft lange Schlangen vor den beliebtesten Heiligtümern bilden, bei denen meist Blumen, Weihrauch, Licht, Sindur (gefärbtes Pulver) und Reis geopfert werden.

AKTUELLE SITUATION

Der zehnjährige Bürgerkrieg (1996-2006) hat die Entwicklung des Landes massiv gestört. Auch nach der Einleitung des Friedensprozesses im Jahr 2006 hat sich die Wirtschaft nur wenig verbessert. Zwar hat es deutliche Verbesserungen in der Armutsbekämpfung gegeben, aber die Erdbeben im April und Mai 2015 haben das Land erneut gebeutelt und zurückgeworfen. Rund 700.000 Menschen wurden durch die Naturkatastrophe in Armut gestürzt. Vor allem Frauen, Kinder und benachteiligte Bevölkerungsgruppen, wie die der Unberührbaren (20 Prozent der Bevölkerung), hat es besonders hart getroffen.

Unsere Produzenten Nepal Colombo3_01
Produkte aus Nepal Colombo3_01