UNSERE PRODUZENTEN IN ÄGYPTEN

  • Ehemals Feluka Trading
  • 1 Dachorganisation - Fair Trade Egypt
  • 1 Kooperationspartner – Beduinen-Glasperlenschmuck
  • ca. 45 Produktionsstandorte (Nomaden und stationäre Produzentengruppen)
  • ca. 1200 Personen involviert
  • 2 Ladengeschäfte in Ägypten
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NAQADA, OBERÄGYPTEN

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Die altertümliche Stadt Naqada, am historischen Westufer des Nils in der Nachbarschaft des historischen Luxor gelegen, gilt als die mächtigste Weberzunft Ägyptens. Die Nekropolis von Naqada war die Ruhestätte für ganze Generationen von Pharaonen vor mehr als 5000 Jahren. Heutzutage zieht diese Stadt nur wenig Tourismus an.

 

Die Weberinnen und Weber von Naqada weben von Hand traditionelle oberägyptische Schals. Jahrhundertlang wurden sie als Festgewänder für sudanesische Frauen exportiert. Das Handelsembargo gegen den Sudan war ein gewaltiger Einbruch für die Weberzunft von Naqada. Heute müssen sie ihre Produkte auf dem lokalen Markt in Kairo zu einem sehr geringen Preis absetzen.

 

 

Narouz und seine Frau Oum Sultan beschäftigen inzwischen schon 30 Weber. Ihre beiden Töchter sind für Design und Management verantwortlich. Überwiegend Frauen: Koptinnen und Muslima fertigen gemeinsam auf traditionellen Webstühlen in Heimarbeit hochwertige Schals in modischen Farben. Sie erhalten den dreifachen Lohn als ortsüblich. Egypt Craft Center unterstützt die Weberei bei der Vermarktung und sichert den Handwerkern von Naqada ein regelmäßiges Einkommen und finanzielle Stabilität. Durch die langfristige erfolgreiche Zusammenarbeit kann im Mai 2012 erstmalig eine neue moderne Werkstatt mit Lager in Betrieb genommen werden. Durch die Einnahmen aus dem Verkauf der Textilien wird die Lebensqualität der Weber von Naqada gesteigert. Sie verbessern damit ihre Bildung, investieren in ihr Land und haben Zugang zur Gesundheitsvorsorge.

FAN SINA

Ursprung des Projekts

Ursprünglich handelte es sich um ein Projekt zur Erhaltung des regionalen Kunsthandwerks, das unter dem Namen „Fan Sina“ (Kunst des Sinai) mit Unterstützung der Europäischen Union 1996 ins Leben gerufen wurde.  Die Beduinenfrauen wurden ermuntert alte Muster zu sammeln und dadurch wieder Kontakt zu ihrem kulturellen Erbe herzustellen. Gleichzeitig wurde dem traditionellen Handwerk ein Touch "Moderner Look" verliehen.

 

Entscheidend verantwortlich für die kreative Vielfalt der heutigen Produkte ist die Beduinin Salima Gabaly.  Als eine außergewöhnlich emanzipierte Beduinin hat sie als erste Frau von St. Katharina eine höhere Schule abgeschlossen. Inzwischen ist Salima mit einem Ägypter verheiratet, der mit in das Projekt eingestiegen ist, und hat einen kleinen Sohn.

 

Salima entwickelt laufend neue Ideen. Dabei lässt sie sich von den Taschen der Touristinnen und europäischen Modejournalen inspirieren. Salima und ihre rund 500 Mitarbeiterinnen werden weiterhin mit EU-Geldern und Trainings im Management und im handwerklichen Bereich unterstützt.

KERAMIK AUS DER OASE FAYOUM

Rawya und Sattar

In dem kleinen Ort Tunis hat vor ca. 30 Jahren eine französische Töpferin ihre Werkstatt eingerichtet und neben der eigenen Produktion Freude daran gefunden, den Kindern des Dorfes die Kunst des Töpferns beizubringen.

 

Rawya und Sattar haben in der Schule von Madame Eveline gelernt gehörten zu den talentiertesten Kindern. Sie haben ihre Fertigkeiten immer mehr erweitert, jeder einen eigenen Stil entwickelt und auch neue unbekannte Möglichkeiten der Brenntechnik  entwickelt.

 

Rawya  ist es als  junge Keramikerin gelungen mit viel Ausdauer und gegen alle Widerstände als Frau einen eigenen Betrieb zu gründen. Inzwischen arbeiten ihr Mann und nach der Schule auch ihre beiden Töchter mit in der Werkstatt.

Sattar bringt in seiner angesehenen Werkstatt viele Unikate hervor und unterrichtet wie Madame Eveline Kinder in der Kunst der Töpferei und fördert junge Talente.

Rawya und Sattar sind Produzenten von FairTradeEgypt. Ihre Keramikkunst wird überwiegend auf dem regionalen Markt angeboten.

 

Feluka Trading hat immer wieder ausgewählte Einzelstücke dieser Keramikkunst im Sortiment, um damit auf die Vielfalt des Ägyptischen Kunsthandwerks hinzuweisen.



AKHMIM TEXTILE LINK

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Fernab vom Tourismus, 200 km nördlich von Luxor,

liegt am Nil die Stadt Akhmim mit ca. 80.000 Einwohnern.

Die Weber und Weberinnen von Akhmim waren bereits zur Zeit der Pharaonen bekannt für Ihre exzellenten handgewebten Stoffe.

 

Die Weber von Akhmim Textile Link weben auch heute noch von Hand traditionelle oberägyptische Schals, Tischwäsche, Bett-überwürfe und Küchenhandtücher. Äußerst beeindruckend sind die großen Holzwebstühle, an denen mit 2-4 Personen gearbeitet wird. Zu Beginn der Industrialisierung mit zunehmendem Einsatz von Maschinen und dadurch sinkenden Preisen ging die Nachfrage nach traditioneller Weberkunst immer mehr zurück und die Produzenten fanden kaum noch Absatzmöglichkeiten.

 

Amr Anwar und sein Sohn Osama beschäftigen derzeit 52 Weber und sind sehr bemüht, auch junge Leute auszubilden.

 

Fair Trade Egypt unterstützt die Weber bei der Vermarktung und sichert ein regelmäßiges Einkommen und finanzielle Stabilität. Dadurch wird die traditionelle Weberkunst erhalten und die Weber haben eine Perspektive für die Zukunft.

  

Gemeinsam mit den Webern arbeitet Feluka an traditionellen Produkten hinsichtlich Farben, Größen und Qualität so dass interessante  Artikel für deutsche Kunden entstehen. Durch den Export konnte der Verkauf deutlich gesteigert werden. Die Lebensbedingungen haben sich verbessert und in diesem Jahr konnte endlich auch eine neue Werkstatt bezogen werden.  

ALABASTER GROUP 

Qurna ist ein Dorf am westlichen Nilufer gegenüber Luxor.

Das alte Dorf galt als Dorf von Grabräubern. Hier sollen viele

Häuser Zugänge zu alten Felsengräbern gehabt haben.

Um Raubgrabungen zu unterbinden, fand in den Jahren 2006 bis 2008 eine Umsiedlung des gesamten Dorfes statt und es entstand das Dorf Neu-Qurna. 

 

In Neu-Qurna befindet sich die  Alabasterwerkstatt  der Familie Kassem. Sie arbeitet mit Alabaster, Talkstein, Basalt und Granit. Der Alabaster wird in Oberägypten in der Region El Miniya abgebaut und Hassan sucht sich vor Ort die besten Steine aus. Die Werkstatt wurde 1987 durch Hassans Vater gegründet. Hassan und drei Brüder arbeiten aktiv in der Werkstatt. Ca. 20 weitere Mitarbeiter arbeiten teils in ihren Häusern oder in der neu eingerichteten Werkstatt. 

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Hier stehen einige größere Maschinen, die höhere Stromanschlüsse und Wasser benötigen .Die alte Werkstatt, ca. 4 km entfernt, ist nun ein Verkaufsraum, zu dem auch Touristen kommen könnten.

 

Die Familie lebt schon viele hundert Jahre in dieser Gegend. Bis zur Revolution  gab es viele Einschränkungen durch seltsame Verfahren und teure Lizenzen ohne die sie ihre Produkte nicht verkaufen durften.

 

Seit ca. einem Jahr arbeitet diese Produzentengruppe mit Fair Trade Egypt zusammen.  Dadurch sind sie nicht ausschließlich auf die Einnahmen vom lokalen und touristischen  Markt angewiesen. Durch die Zusammenarbeit mit Fair Trade Egypt, die Verkaufsmöglichkeit in den Shops in Kairo und die Möglichkeit des Exports steigt die Hoffnung auf ein regelmäßiges Einkommen, auf Bildung und Gesundheitsfürsorge.

FERKA WEAVING GROUP 

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Die altertümliche Stadt Naqada am Westufer des Nils in der Nachbarschaft des historischen Luxors gelegen, gilt als die mächtigste Weberzunft Ägyptens. Die Nekropolis von Naqada war die Ruhestätte für ganze Generationen von Pharaonen vor mehr als 5000 Jahren und abseits der Tourismusrouten. Seit dieser Zeit werden hier traditionelle oberägyptische Schals von Hand gewebt.

 

Jahrhundertelang war Naqada bekannt für seinen Export traditioneller Festgewänder in den Sudan. Das Handelsembargo gegen den Sudan war ein gewaltiger Einbruch für die Weberzunft von Naqada, die das Einkommen für ca. 900 Familien sicherte. In den folgenden Jahren wurden Design und Menge angepasst, um die Produkte für den Tourismus attraktiv zu gestalten. In den letzten Jahren ist der Tourismus nahezu eingebrochen.

 

Die Weberwerkstatt des Verbandes „Association of Young Muslims Women in Naqada ist noch jung. Der Verband wurde durch den ägyptischen Staat initiiert und finanziert mit dem Ziel, Frauen zu fördern und dadurch die Gemeinschaft zu stärken. Eine Werkstatt mit 13 Holzwebstühlen wurde eingerichtet. Fünfzehn junge Frauen arbeiten in der Weberkunst, bereits jetzt wird an einer Erweiterung gearbeitet. Diese Arbeit ermöglicht den Frauen ein geregeltes Einkommen, sowie den Zugang zu Gesundheitsprogrammen; sie lernen den Umgang mit der Umwelt und haben die Möglichkeit sich aktiv an kulturellen und sozialen Angeboten des Verbandes zu beteiligen. Für die Weberinnen bietet die Zusammenarbeit mit Fair Trade Egypt, hinsichtlich der Situation im Land, derzeit die einzige Absatzmöglichkeit.

NAQUADA UND AKHMIM WEBEREIEN 

Die Weber in Ägypten haben große Schwierigkeiten heimische Baumwolle für Ihre Produktion zu beschaffen. Immer mehr ägyptische Baumwolle wird exportiert. Großunternehmen weltweit kaufen die begehrte Baumwollqualität. Wollen die ägyptischen Weber weiterhin ihr Handwerk ausüben bleibt ihnen nur der Import ausländischer Ware. Ein großes Dilemma! Es sind die Gesetze der Globalisierung die auch in Ägypten Ihre Wirkung zeigen. Die Weber sind gezwungen Ihre Arbeiten künftig mit Viscosegarnen zu fertigen.

 

Viscose ist ein Naturprodukt aus reiner Holzcellulose, hat hervorragende Trageeigenschaften und lässt sich auch sehr gut färben. Die zur Produktion benötigten Chemikalien  sind geringer als bei Baumwolle.  Durch hohe Produktionsstandards und Umweltmanagementsysteme kann eine saubere Produktion garantiert werden. Die verwendeten Lösungshilfsstoffe sind umweltverträglich und können über 99 Prozent zurückgewonnen werden.

 

Feluka möchte weiterhin die Webereien durch die Vermarktung ihrer Produkte in Deutschland unterstützen! Mit  Viscose können unsere Weber weiterhin Schals in hochwertiger Qualität produzieren. „Wir sind überzeugt, dass Ihnen und Ihren Kunden die Schals aus Naquada und Akhmim, hergestellt aus Viscose, aber mit den gleichen fantasievollen Farbkombinationen und angenehm weichen Trageeigenschaften auch weiterhin gut gefallen werden" so Ulrike Wirbatz und Brigitte Brugger von Feluka.

BRASS GROUP 

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In der Metropole Kairo leben heute 18-20 Millionen Menschen. Täglich strömen zusätzlich  ca. 2 Millionen Pendler aus den Dörfern im Nildelta oder aus dem Fayom zur Arbeit in die Stadt. Hier gibt es einige reiche Stadtbezirke, aber viele Stadtteile sind geprägt von großer Armut und sehr schlechten Lebensbedingungen durch fehlende Infrastruktur. In einem dieser Armenviertel, El Zawya el Hamra, liegt die Messing- und Lederwerkstatt der Brass Group.

 

Die Brass Group kooperiert  mit Fair Trade Egypt seit deren Gründung im Jahr 1999. Ishak Fahim Rubel  der Leiter der Brass Group, erlernte zuvor fünf Jahre lang das Messing- und Lederhandwerk als Mitarbeiter  einer sehr angesehenen Werkstatt unter Sami Amin in Kairo. Zunächst startete er allein mit vielen eigenen kreativen Ideen und inspiriert durch die Abbildungen aus alten Büchern, die er gerne in moderne Kompositionen verwandelt. 

 

Die Werkstatt wuchs langsam aber stetig durch die Vermarktung über Fair Trade Egypt am lokalen Markt und den Export in verschiedene Länder. Inzwischen sind acht Mitarbeiter (sieben Männer und eine Frau) fest angestellt und acht weitere in Teilzeit beschäftigt. Die Mitarbeiter arbeiten gerne in der Gruppe, denn die Arbeitsbedingungen sind ungewöhnlich gut und die Löhne sind  ca. 1/3 höher als ortsüblich.

 

Bereits im Jahr 2005 konnten die Arbeitsbedingungen  durch den Umzug in eine neue Werkstatt verbessert werden. Noch in diesem Jahr wird die bestehende Werkstatt in zwei Werkstätten aufgeteilt; die bestehende in Zawya el Hamra wird  ausschließlich die Lederproduktion  übernehmen, während in dem benachbarten Armenviertel Haddyek ek Koba eine neue Messingwerkstatt entsteht.

 

2010 startet eine ägyptische Organisation ein Ausbildungsprogramm für Mädchen und Jungen, die früh ihre Eltern verloren haben. Diese Jugendlichen werden nach ihrem Schulabschluss begleitet und erhalten ihre Ausbildung bei der Brass Group.   

HEGAZA WOODEN CRAFT PROJECT 

Hegaza, ein kleiner Ort in Oberägypten, nördlich von Luxor, ist seit vielen Jahren bekannt für seine  Handwerkskunst mit Holz. In den Achtziger Jahren erkundete ein französischer Priester Oberägypten. In Hegaza traf er auf Imad und einige andere junge Männer, die er für die Handwerkskunst mit Holz begeistern konnte. Mit dem Ziel diesen jungen Männern ein festes Einkommenzu zu ermöglichen, begann das Projekt zunächst mit einer dreijährigen Ausbildung.

 

Bearbeitet wird das schnell wachsende heimische Holz “Sarsow” (dalbergia sisso). Es wächst am Nil und schützt die Uferregion vor Fremdbebauung und Fremdbewirtschaftung.

 

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Die Künstlergruppe legt hohen Wert auf die Durchführung des gesamten Prozesses. Dazu gehört: geeignete Bäume heranzuziehen, auszuwählen und zu trocknen. Aus diesem Holz werden Schatullen, Küchenaccessoires und Dekoratives gefertigt. Hegaza ist inzwischen bekannt für seine schönen Holzarbeiten und das ganze Dorf konnte sich durch das Projekt stabilisieren und weiterentwickeln.

 

Seit der Revolution ist der Verkauf von Kunsthandwerk stark zurückgegangen. Viele kunsthandwerkliche Messen und Märkte finden nicht mehr statt; der gesamte Tourimus ist eingebrochen und erhebliche Preissteigerungen prägen das Land.

 

Für das Hegaza Wooden Craft Project bietet Fair Trade Egypt derzeit die einzige Möglichkeit ein geregeltes Einkommen zu generieren.

FRAUEN HELFEN FRAUEN 

Fair-Trade-Projekt im Südsinai

Die Beduinenfamilien im Südsinai sind seit der touristischen Erschließung der Halbinsel in den 70er Jahren zunehmend wirtschaftlich von diesem neuen Erwerbszweig abhängig geworden. Nach einem Boom in den 90er Jahren ist durch die politische Krisensituation im Nahen Osten der Tourismus in Nuweiba und Taba fast vollständig zusammengebrochen. Verarmung und Perspektivlosigkeit sind die Folge. Zusätzlich machen die seit Jahren ausfallenden Winterregenfälle ein Leben in der Wüste nach traditionellen Mustern unmöglich.

 

Das Projekt Frauen helfen Frauen, hat die Fotographin Andrea Nuß seit 2003 aufgebaut. Inzwischen arbeiten hier 50 Frauen aus dem Stamm der Muzaina-Beduinen. Der Großteil der Frauen lebt in Nuweiba. Auch eine besonders arme Familie, die inmitten der Wüste wohnt, nimmt daran Teil und bezahlt ihre Lebensmittel fast ausschließlich von der Schmuckproduktion. Zudem bleibt das Geld in der Hand der Frauen. Das hilft ihre Lebenssituation zu verbessern  und trägt zur Stärkung ihrer Position innerhalb der Familie bei.

Die Rocaille-Glasperlen kauft Andrea Nuß persönlich bei Großhändlern in Kairo ein, die sie von der Firma Jablonex aus Tschechien beziehen. Jeder Familie teilt Nuß ihre Arbeit und das Material eigenhändig zu. Wenn sie nach einiger Zeit in den Sinai zurückkehrt, nimmt sie die Schmuckstücke in Empfang, kontrolliert die Qualität und zahlt den Frauen ihr Geld aus. Das Honorar pro Schmuckstück liegt dabei um das sechsfache höher als in Ägypten für solche Arbeiten üblich. Es liegt Andrea Nuß am Herzen auch zukünftig diese Preisgestaltung beizubehalten und damit den Gedanken eines gerechten Handels umzusetzen.

 

Traditioneller Hintergrund der Arbeit mit Perlen

Ursprünglich stellten die Frauen aus den winzigen Glasperlen Verziehrungen für die Sättel und das Zaumzeug der Kamele her. Eine solche Arbeit war sehr aufwendig und konnte ein besonderes Geschenk einer Braut an ihren Bräutigam sein. Zusätzlich werden die Perlen auch heute noch zur Verzierung der traditionellen Verschleierung der Frauen, der Tharha, verwendet.

TAWFIK GROUP 

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In Kairo leben heute über 20 Millionen Menschen. Täglich strömen zusätzlich ca. 2 Millionen Pendler aus Den Dörfern im Nildelta oder aus der Oase Fayoum zur Arbeit in die Stadt. Hier gibt es einige reiche Stadtbezirke, aber viele Stadtteile sind geprägt von großer Armut.

 

Die Lebensbedingungen verschlechtern sich immer mehr durch fehlende Infrastruktur und mangelnden Möglichkeiten, ein Einkommen zu generieren. Mitten in der Altstadt Kairos, ganz in der Nähe des weltbekannten Basars Khan El Khalilis befindet sich die Messing-und Silberwerkstatt von Mohammed Tawfik. Im 2. Stock eines historischen Gebäudes wird noch nach traditioneller Handwerkskunst gearbeitet. Zodak El-Tawfik und fünf weitere Kunsthandwerker fertigen gehämmerten Messing- und Silberschmuck, aber auch Lampen und andere Dekorationsartikel.

 

Fair Trade Egypt hat diese traditionelle Handwerksgruppe neu in ihren Produzentenkreis aufgenommen. Durch den Verkauf der attraktiven Schmuckstücke in den beiden Geschäften in Cairo-Zamalek und Cairo-Maadi sowie durch den Export sollen zuverlässige stabile Absatzmöglichkeiten geschaffen werden, die die Lebensbedingungen der Kunsthandwerker und ihrer Familien langfristig verbessern und den Zugang zu mehr Bildung und Gesundheitsvorsorge ermöglichen.


Länder Ägypten Colombo3_02
PRODUKTE AUS ÄGYPTEN colombo3_02