colombo³ Fairer Handel eG war eine Genossenschaft mit Sitz in Viernheim. Gegenstand des Unternehmens war der Import und Handel von Produkten zu fairen Handelsbedingungen, die Erstellung und Weitergabe von Informationen über die Produkte, die Produzenten und deren Lebenssituationen. Im Mittelpunkt stand das Engagement, den Menschen in den Produzentenländern zu Ausbildung und Arbeit zu verhelfen, um eine lebenssichernde Existenz unabhängig von Spendengeldern zu schaffen. 

 

Hier nun leider unsere schlechte Nachricht:

 

Nach harten Zeiten, unendlichen Arbeitsstunden und vielen Herausforderungen ging es leider nicht anders. colombo³ Fairer Handel eG hat es nicht geschafft die nötige Wirtschaftlichkeit zu erreichen, die es bedarf in Deutschland mit allen Auflagen ein faires und soziales Unternehmen zu werden. 

 

Was bleibt sind gute Erinnerungen, tolle Erfahrungen, viele interessante und hilfreiche Menschen getroffen zu haben, aber auch das Gefühl völlig gescheitert zu sein: Niemand rutscht durchs Berufsleben, ohne anzuecken und einzustecken. Schwere Schlappen sind schmerzhaft und oft äußerst peinlich. 

 

"An Niederlagen wächst man", heißt es im Volksmund. Oder: "Verlieren schult den Charakter." Es gibt diverse Buchtitel: "Lust am Scheitern", "Vom Glück des Scheiterns", "Die Kunst des Scheiterns", "Scheitern als Chance" und sogar: "Die heilende Kraft des Scheiterns". Selbst die Hamburger Kunsthalle ist den Versagern auf der Spur und zeigt eine Ausstellung namens "Besser Scheitern". Fast könnte man glauben, Niederlagen seien hip.

 

Die Wahrheit ist: Scheitern ist scheiße.

 

Es zieht runter, macht traurig, verunsichert. Scheitern ist schmerzvoll, oft peinlich und meistens demoralisierend. Es zieht einem die Füße unter dem Boden weg. Man differenziert nicht mehr mit sich, der eigenen Person, dem eigenen Tun. 

 

Doch warum eigentlich? Fehler zu machen gehört zur Entwicklung eines Menschen. Ein Baby, das laufen lernt, plumpst Hunderte Male zu Boden, weint kurz, aber verfällt nicht sofort in selbstzerstörende Selbstzweifel und Versagensängste. Wer Fehler macht, probiert etwas Neues, entwickelt sich weiter. Es ist wahr: Aus Fehlern lernt man.

 

Wer arbeitet, aktiv ist oder sich einbringt, macht auch Fehler. Kleine und größere Fehlschläge sind immer drin - aber man kann das Risiko senken oder wenigstens klug damit umgehen? Das Problem entsteht erst dann, wenn Fehlermachen mit Versagen gleichgesetzt wird. Und dieses Problem ist größtenteils hausgemacht, aus dem Zusammenreimen von Mutmaßungen. Also, akzeptieren wir alle bösen Äußerungen, und danken sehr den vielen Menschen, die sich positiv zurückgemeldet haben. 

 

Eine Niederlage trifft das Selbstwertgefühl mit voller Wucht. Es braucht eine Trauerzeit, um sie wegzustecken. Aber als Mensch, als Menschen mit einem Wert, lassen wir uns nicht angreifen. Wir akzeptieren keine bösen persönlichen Unterstellungen oder irgendeine Absicht. Dazu waren wir noch nie fähig und entspricht wohl eher den eigenen schlechten Gedankengänge.

 

Und zudem, bei allen bösen Rückmeldung wurde auch ein wichtiger Punkt stets ganz vergessen, wie geht es nun für diejenigen weiter, mit denen wir zusammengearbeitet haben? 

 

Das wird von uns nun versucht. Der Verein auxilio venire e.V., der Ursprung der Tätigkeit und weiterhin Unterstützer für den Fairen Handel, bleibt bestehen. Hierüber werden Kontakte gesucht, Plattformen angeboten, usw.

 

Wer möchte, kann uns gerne die Daumen drücken.

 

 

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Gründerin Martina Lenz Colombo3

GENOSSENSCHAFT: GEMEINSAM ZIELE BESSER ERREICHEN

Die Genossenschaftsidee baut auf ethischen Werten wie Solidarität, Ehrlichkeit und Verantwortung auf und wurde 2016 sogar als erster deutscher Beitrag zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe gewählt. Sie ist die einzige Rechtsform, die von Gesetzes wegen einen bestimmten Zweck zu erfüllen hat: „den Erwerb oder die Wirtschaft ihrer Mitglieder oder deren soziale oder kulturelle Belange durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb zu fördern. Der gemeinschaftliche Geschäftsbetrieb einer Genossenschaft durch ihre Mitglieder stärkt das individuelle Engagement und ermöglicht soziale, kulturelle und ökonomische Partizipation.

 

Deshalb lag für colombo³-Gründerin Martina Lenz nichts näher, als sich 2015 für das genossenschaftliche Konzept als passendste Unternehmensform zu entscheiden. Schließlich steht im Mittelpunkt von colombo³ Fairer Handel eG das Engagement den Menschen zu helfen. Um dies zu erreichen wird der gemeinschaftliche faire und nachhaltige Handel gestärkt. Dabei geht es neben dem Kauf und Verkauf unter fairen Bedingungen auch um die Ausbildung und Produzentenförderung vor Ort.

 

Unter Unsere Vision können Sie genaueres dazu erfahren.

Wenn Schweine fliegen Colombo3_01

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Ägypten Colombo3_01




colombo³ ist Mitglied im Bundesverband für fairen Import und Vertrieb Fair-Band e.V. und anerkannter Lieferant der Weltläden.

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